GRENZTÄNZER – Für alle ein geniales und sehr arbeitsintensives Projekt
Nach wochenlangem Training und drei unschlagbaren tollen Auftritten auf der großen Bühne des DNT
Weimar sind müde Schüler wieder gekommen. Wenige , die froh sind, endlich wieder Schule zu haben.
Aber die allermeisten, die sofort weiter machen wollen.
Lachende strahlende Augen, wache Gesichter, bewusster laufend. Es ist soviel im nonverbalen Raum passiert.
Kleine, feine Dinge. Sie sind agiler, flexibler, zirkulierender, kompetenter, bewegender, mit denkender, reifer
geworden.
Manchmal sind die Schüler nur für Momente aufgeblüht, aber das wird Langzeitwirkung haben. Und genau das
zeigt, wie wichtig es ist, dass man ihnen Räume gibt, wo sie sich ausdrücken und entwickeln können. Wenn
die Mauer -- des ich kann das nicht -- kürzer oder länger durchbrochen wird, ist es oft wie ein Aufwachen,
Erwachen.
Wie unsicher, ablehnend sind die Schüler noch zu Beginn mit Entgegenkommen, Achtung, Akzeptanz, Lob,
Wertschätzung umgegangen und wie intensiv nehmen sie es jetzt auf und an und verinnerlichen und
verstoffwechseln.
In einem für Schüler wie Lehrer gleichermaßen unbekannten Erlebnis- und Erfahrungsraum
Tanztheater sind wir gemeinsam in einem sozial- emotionalen Reifungsprozess gewachsen, der im
Sozialraum Schule nicht möglich ist, ihn aber belebt und bereichert. Das Erleben und Erfahren des
eigenen Körpers und der Aufbau eines individuellen Körper- und Bewegungsgefühls sind wichtige
Bausteine für die Entwicklung des lebenswichtigen individuellen Selbstwertgefühles und des eigenen
Reifungsprozesses. Ebenso hat es auch wertvolle Wirkung auf die kognitive Leistungsbereitschaft und-
fähigkeit.