Alle Veränderungen, sogar die meistersehnten, haben ihre Melancholie. Denn was wir hinter uns lassen,
ist ein Teil unserer selbst. Wir müssen einem Leben Lebewohl sagen, bevor wir in ein anderes eintreten
können. (Jacques François Anatole Thibault)
Was Frau Rönicke hinter sich lässt,
können wir nicht messen in Einheiten
der Zeit wie Jahre, Monate und Tage.
Und doch ein paar Eckdaten:
Begonnen hat Frau Rönicke im Oktober 1982…das macht rein rechnerisch 27Jahre und 30 Tage Schuldienst in der
Herderschule, 1 Schulleiterin und einen Schulleiter erlebt,…eine beinah kennen gelernt.
Mehrere Umzüge, Zusammenlegungen, Wanderungen und Umbrüche überlebt.
Den Wandel durchlaufen von einer DDR-Hilfsschule bis hinzum Möchtegern und Tendenzschülerlos Kompetenzzentrum.
1400 Schüler sind behütet durch Ihre Hand gegangen, manche in der dritten Generation.
5400 Tage aufstehen, Butterbrote schmieren und die Reise von Obergrunscht nach Weimar antreten.
Wenn Frau Rönicke im Schnitt 25 Telefonate am Tag hatte, dann war das 135 000 mal die gleichbleibende,
freundliche und äußerst angenehme Ansage am Telefon: …Rönicke am Apparat.