Die Schüler aus unterschiedlichen Bildungsmilieus haben die Möglichkeit, Kinder aus
anderen Schulklassen und anderen Schulen kennenzulernen. Dies geschieht nicht nur in
den gemeinsamen Proben, sondern auch bei gemeinsamen Erlebnissen wie z.B.
Konzertbesuche und Hospitationen von Chor- und Orchesterproben und der freiwilligen
Teilnahme an verschiedenen Workshops.
Die Schüler sollen sich ihrer Stimme bewusst werden. Sie sollen Musik am eigenen Körper
erleben in Gesang und Bewegung. Jeder gesungene Ton ist ein Schritt über eine
persönliche Grenze, vor allem für jene, die vorher noch nie gesungen haben. Mit großen
Schritten werden sie Grenzen zu neuen Musikwelten überschreiten. Die Kinder kommen
mit Künstlern in Kontakt und lernen nie gehörte Musikstilrichtungen kennen. Sie treten dort
auf, wo sonst die „hohe Kunst“ dargeboten wird.
Grundlage für das neu entstehende Stück bilden Interviews mit den Schülern zu ihrer
eigenen Person, ihrer Schule, ihrem Stadtteil und zu ihrer Stadt Weimar. Stilistisch wird das
Spektrum vielfältig sein und choreographische Elemente, Beatboxing und ein Orchester aus
Schülern des Musikgymnasiums Schloss Belvedere, Musikstudenten und professionellen
Musikern ergänzen den Chorgesang. Das Orchester besteht aus ca. zwanzig Musikern und
wird außerdem durch ein popularmusikalisch ausgerichtetes Bandensemble ergänzt.
Anfang November führen die Arrangeure und der künstlerischer Leiter Interviews mit den
Schülern, um an deren Erfahrungswelt anzuknüpfen. Das Material wird ausgewertet und für
den Kompositionsvorgang und eventuell zur Inszenierung herangezogen. Ebenfalls in
Vorbereitung zum Projekt wird Frau Prof. M. Steffen-Wittek mit Studierenden der
Elementaren Musikpädagogik Workshops anbieten, die auch über das Projekt hinaus
weitergeführt werden sollen.