In der abschließenden Inszenierung wird ein vielschichtiges und lebendiges Portrait Thüringens als
Lebensort junger Menschen gezeigt. Dabei hat „WE-DANCE – Thüringen hoch Drei“ auch
Modellcharakter, denn das was die Jugendlichen in ihrer Heimat Thüringen bewegt, lässt sich auch auf
größere Strukturen übertragen. Was empfinden Jugendliche deutschlandweit als charakteristisch für
ihre Heimat und wie stellen sie dies dar? Welches künstlerische Heimatbild bekommen wir bei Gruppen
aus verschiedenen Ländern Europas? Die Jugendliche sind in einer Lebensphase, in der vor allem die
individuelle Entwicklung im Vordergrund steht: Das Erforschen und Austesten der eigenen Grenzen, die
Positionierung zu Freunden und Eltern, die Suche nach Inhalten, die Entwicklung der eigenen
Persönlichkeit. Der Blick konzentriert sich dabei vor allem auf das nahe Umfeld. Genauso wichtig aber
ist bei dieser Suche nach Persönlichkeit und Entfaltung das Gefühl von Verwurzelung, Zugehörigkeit,
Mit Volker Eisenach wurde ein erfahrener und motivierter Künstlerischer Leiter gewählt. Er steht für
individuelle Betreuung und Einbindung der einzelnen Teilnehmer und ihrer teils problematischen
Ausgangssituationen und schafft es auch bei komplexen Gruppenstrukturen, bei den Jugendlichen
ungeahntes Potenzial freizusetzen und sie selbstbewusst durch den kreativen Prozess zu begleiten.
Drei Tanzdozenten aus der Region werden Volker Eisenach unterstützen. Weiterhin gibt es den
interdisziplinären Ansatz von „WE-DANCE – Thüringen hoch Drei“. Bildende Künstler werden den
Entwicklungsprozess begleiten und bereichern. Zusammen mit den Schülern werden sie im Vorfeld und
während der unterschiedlichen Probenphasen in ihren jeweiligen Kunstbereichen Material sammeln.
Dies kann im Bereich Sound, Text oder Video-/Bild ein. Das Material soll dann komprimiert als
Bühnenbild in Form von Projektionen und als Soundcollage die Inszenierung ergänzen.