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Pressemeldungen
Nachhaltige Schülerfirmen in Thüringen –
ein Bericht des Jugendforums vom Nachhaltigkeitsbeirat Thüringen
Wir, das Jugendforum des Nachhatigkeitsbeirates Thüringen besuchten am 14.05.2011 das 9. Thüringer Bildungssymposium
in der Universität Erfurt.
Wir haben uns zum Ziel gesetzt die nachhaltigsten der 33 anwesenden Schülerfirmen zu ermitteln und zu befragen.
Als erste Schülerfirma viel uns die „Schülerfairma“ der Jenaplan-Schule Jena ins Auge. Sie unterstützt gleich zwei nachhaltige
Projekte. Zum einen werden im Schülercafé Fair-Trade Süßigkeiten und Knabbereien verkauft.
Das 2. Projekt hat uns von den anwesenden Schülerfirmen am meisten überzeugt. Über eine bestehende Schulpartnerschaft mit
Nicaragua werden Produkte, welche in der Partnerschule hergestellt wurden, gewinnbringend in Deutschland verkauft. Die
Einnahmen werden zur Unterstützung der Schule in Nicaragua verwendet. Unter anderem wurde eine neue Schulbibliothek
aufgebaut, es wurden Computer und Unterrichtsmaterialien angeschafft und ein reichhaltiges Freizeitangebot ermöglicht.
Wir wünschen der Firma weiterhin viel Erfolg!
Eine weitere im sozialen Bereich sehr nachhaltige Schülerfirma ist die „425Schüler AG“ des „G. Ernst“ Gymnasium Henneberg.
Die Firma vertreibt Münzen, T-Shirts und Postkarten mit dem Schullogo. Sämtliche Einnahmen kommen den Schülern zu Gute.
Es werden „Beihilfen“ zu Klassenfahrten und Projekten ausgeschüttet, wobei vor allem darauf geachtet wird, Schülern aus jedem
sozialen Milieu die gleichen Chancen zu bieten.
In eine ganz andere Richtung geht die Schülerfirma „Volltreffer“ der Finneck-Schule Buttstädt. Sie bieten Catering und
Dienstleistungen zum kleinen Preis, vorrangig für Senioren und Schüler, an. Vor allem achten sie darauf, jeden Kunden individuell
zu betreuen und auf alle persönlichen Probleme einzugehen.
„Schwimme gegen den Strom“ – das scheint das Motto der Schülerfirma „Fashionchest“ der “IGS Grete Unrein“ Jena zu sein.
Sie bieten günstige Textilprodukte mit dem Schullogo für Schüler an, um dem Markenzwang unter Jugendlichen entgegen zu
wirken. Die Idee entstammt einer Seminarfacharbeit aus dem Jahre 2010.
Sehr zukunftsfähig ist das Modell der Schülerfirma „Rebläuse“ der Toskanaschule Bad Sulza. Die Schüler bauen in Eigenregie
Wein an, verarbeiten und vertreiben diesen. Die nötigen Kenntnisse zum Vertrieb werden im Wirtschafts- und Rechtsunterricht
vermittelt. Die Schüler wollen in Zukunft den Wein auch zum Thema in den Fächern Biologie und Chemie machen, allerdings
zeigen die Fachlehrer eher Ablehnung als Interesse. Lasst euch nicht unterkriegen und bleibt dran!